Künstlerische Bühnentanz ist eine
Kunstform und kein Sport
Betrachtet man den Künstlerischen Bühnentanz ausschließlich aus sportlicher Perspektive, wird er auf eine rein technische Körperbeherrschung reduziert. Da der künstlerische Bühnentanz jedoch auch erhebliche körperliche Anforderungen mit sich bringen kann, wird er somit leider oft mit Sport gleichgesetzt.
Das ist jedoch ein Trugschluss.
Im tiefsten Kern ist der Künstlerische Bühnentanz eine Kunstform, in der Tänzer und Tänzerinnen alle Kunstformen vollständig miteinander verweben. Um ihr Handwerk wirklich zu beherrschen, müssen sie zugleich Musiker, Maler, Bildhauer, Dichter, Architekten und Philosophen sein.
Die definierenden und praktischen Unterschiede zwischen Sport und Künstlerischem Bühnentanz liegen Welten auseinander
Sport misst Ziele wie Zeit, Punkte oder Distanz und wird durch standardisierte Wettkämpfe mit Punktevergabe mit Sieger und Verlierer definiert. Beim Künstlerischen Bühnentanz fehlt dieser Kern. Künstlerische Bühnentanz sucht Ausdruck, Erzählung und ästhetische Wirkung. Während bei Sportarten wie Kunstturnen, wo es standardisierte Bewertungssysteme gibt, und objektive, vergleichbare Metriken verlangt, wird Künstlerische Bühnentanz durch das Publikum nach künstlerischen Maßstäben (Ausdruck, Interpretation, Musikalität) und subjektive, kulturell geprägte Kriterien beurteilt. Es gibt keinen universellen Punktwert für „guten Ausdruck“ es geht um Interpretation, Stimmung und Verbindung, nicht um Rekorde.
Beim Sport entscheidet der Sieg im Wettstreit.
